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Stadtteilverein Vauban e.V.
Der aktive Bürgerverein in Freiburgs neuem Modellstadtteil Vauban

• Initiative

Drei Ideen für einen Marktplatz-Brunnen

Idee Nr. 1: Brunnen/Wasserstelle mit Skulpturen
von Helmut Kubitschek, Holzbildhauer
Idee Nr. 2: Ein Granitsteinblock als „Quellstein“
von Jürgen Grieger-Lempelius, Künstler
Idee Nr. 3: Brunnen im Baukastenprinzip
von eRich Lutz, Landschaftsplaner
Brunnenplatz

Brunnenmodell mit Skulpturen der Holzbildhauer

1) Brunnen/Wasserstelle mit Skulpturen

Idee von Helmut Kubitschek, Holzbildhauer

„Ausgangspunkt ist die Erstellung eines Brunnens aus Eigenmitteln des Stadtteilvereins, da der Arbeitskreis Brunnen mangels Sponsoren und Interesse das Projekt eines künstlerisch gestalteten Brunnens ad acta legte.

Also setzen wir für eine „ kleine „ Lösung am ursprünglichen, am unmittelbaren Zweck an: Der Brunnen soll erstens Wasser liefern und zweitens nach Möglichkeit auch vorrätig halten. Zum Ersten bedarf es also einer Brunnensäule und zum Zweiten einer Schale oder eines Trogs. Nach wie vor macht Wasser den öffentlichen Raum erlebbar, gerade weil die Wasserstelle nicht mehr nur an einen unmittelbaren Zweck gebunden ist. Mit ihrer Hilfe können wir den Platz als Freiraum, als Spielraum erleben.

Und weil Vauban erst zum Stadtteil wächst, soll der Brunnen mit dem Stadtteil wachsen können. Dabei ist entscheidend wie im Stadtteil die Aufmerksamkeit und die Wünsche nach einer weiteren Ausgestaltung des Brunnenbereichs zunehmen. Zu diesem Zweck kann, in Zusammenarbeit mit dem Stadteilverein, die Lan-desinnung der Holzbildhauer ein Konzept und eine Ausschreibung für ein Bildhauersymposium zum Alfred Döblin Brunnen erarbeiten, das die Verbindung von Brunnen, Platz und Stadtteil fördert. Dies könnte zum Beispiel auf 8 Tage angesetzt sein, sechs Bildhauer umfassen, deren Entwürfe von einer Jury ausgewählt wurden und in dieser Zeit mit einem transparenten, kreativen Prozess zur Auseinander-setzung mit dem Thema des Brunnens anregen und beitragen.

Die über einen festzulegenden Zeitraum verbleiben-den Arbeiten des Symposiums würden diesen Pro-zess dann Weitertragen und verfestigen. Je nach dem ist in bestimmten zeitlichen Abstand eine Neuauflage möglich, so das ein kontinuierlicher kreativer Prozeß entsteht, der ein Teil der Entwicklung von Brunnen und Markplatz zum öffentlichen kulturellen Zentrum des Stadtteils wird.“

Das Symposium kann direkt mit der Landesinnung organisiert werden. In einer Vereinbarung würde festgelegt, welche Aufgaben und Kosten der Stadt-teilverein in diesem Prozess übernähme, z.B. die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und das Tageshonorar der Teilnehmer des Bildhauersym-posiums (Honorar ca. 100 Euro proTag/P., bei sechs Personen etwa 4.800 Euro) sowie Öffentlichkeitsar-beit und Sponsorenwerbung. Dazu kämen noch die Kosten für Brunnentechnik, Fumdamente u.ä.
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Die Position des Steines auf dem Marktplatz

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Hier liegt der Stein noch in Norwegen im Steinbruch

2) Ein Granitsteinblock als „Quellstein“

Idee von Jürgen Grieger-Lempelius, Künstler

„Der Ausgangspunkt für meine Initiative ist der Wunsch, für den Alfred-Döblin-Platz eine Brunnensituation zu schaffen, die dem Charakter des Platzes als Stadtteil-Platz entspricht. Hier setzt mein bürgerschaftliches Engagement an.

Der Alfred-Döblin-Platz befindet sich in einem modernen urbanen Gefüge, das durch seine Bewohner von innen geprägt und in besonderem Maße durch Besucher von Außen intensiv wahrgenommen wird. Die Idee war, dem Impuls während eines Aufenthaltes in einem Steinbruch in Norwegen im September 2011 nachzugehen und dort nach einem Stein zu suchen, der den Anforderungen genügen könnte. Die Anforderungen an einen Brunnen für den Alfred-Döblin-Platz sind für mich: – Zurückhaltende Raum-Form-Gestalt des Brunnensteines – Erfassen des Raumbildes des Platzes durch die Formgeste – Erhalten der Funktion und Bespielbarkeit des Platzes durch Märkte, Feste, u.a. – Benutzen durch Sitzen, Begehen, Bespielen... – Anregen der Sinne durch Oberfläche, Materialität, Größe – wartungsarm

Diese Bedingungen erfüllt der besagte Steinblock. Es handelt sich dabei um einen Labrador-Syenith, einem Granit mit niedrigem Quarzanteil. Der Block hat eine Länge von 5,8 m, eine Breite von etwa 1,6 m. Die niedrigste Höhe hat 35 cm und die maximale Höhe beträgt 1,04 m. Gesamtgewicht etwa 16,5 t. Der Brunnen ist vorgestellt als Quellstein, der Wasser ergießt und über die Oberfläche laufen lässt. Von dort tritt es wegen der verspannten Fläche an unterschiedlichen Stellen an den Seiten herunter. Zusätzlich ist eine Schöpf- und Trinkstelle neben dem Stein erwünscht und möglich.

Die Kosten für den Stein, Transporte, Bearbeitung und Versetzen sind erfasst. Sie belaufen sich laut Angebot auf rund 16200 Euro.

Die Kosten für Brunnentechnik, Trinkbrunnen, Gründungs- und Pflasterarbeiten sind noch nicht ermittelt. Durch die konkreten Vorschläge dürfte eine Finanzierung über Spenden, Sponsoren und Stadt möglich sein.“
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3) Brunnen im Baukastenprinzip

Von einer Wasserstelle bis zur Brunnensäule
Idee von eRich Lutz, Landschaftsplaner                                        Download der Präsentation als pdf-Datei (1200 KB)


Der Brunnen sollte am Rande des Marktplatzes stehen, um die multifunktionale Nutzung des Platzes weiter zu ermöglichen.Der Platz zwischen der Platane und dem Fahrstuhlturm ist dafür geeignet und schon früher wurde deshalb dort auch der Wasseranschluß gelegt.

Die Minimallösung
Wenn es nicht möglich sein sollte, weitere Finanzmittel zu beschaffen, dann könnte mit den vorhandenen Restmitteln die folgende "Sparversion" realisiert werden:
Eine Mulde oder ein flacher Ringwall aus Granit-Kleinpflaster begrenzen die Wasserstelle. Aus dem Auslauf fließt das Wasser über einen Naturstein in eine Entwässerungsrinne und dann weiter in den Regenwassergraben. Über ein großes Einstellrad kann eine bestimmte Menge Wasser aus der Wasserleitung fließen.
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Die Säule
Basis der Erweiterung des Brunnen-Konzeptes ist eine 240 bis 300 cm hohe Säule. Diese ist kostengünstig aus mehreren Beton-Abflussrohren mit 40 cm Durchmesser zusammengesetzt. Die Säule ist in einem Punktfundament verankert. Der Hohlraum der Säule wird mit Beton ausgegossen, in den ein Stahlträger zur statischen Sicherung eingelassen ist.

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Die Schalen
In die Säule sind drei runde oder ellyptische Flachschalen eingebaut, die zur beabsichtigten Wasserentleerung gekippt sind. Die Füllmenge ist gering, um statischen Problemen aus dem Weg zu gehen. Die Wasserzuleitung aus Edelstahl ist an der Säule fixiert und füllt die oberste Schale. Alternativ könnte die Zuleitung auch innen verlegt werden.

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Die Oberfläche
Säule und Flachschalen erhalten eine Oberflächenstruktur. Sie ist gekörnt und pigmentiert und macht aus den einzelnen Bauelementen ein einheitliches Objekt.

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Das Wasser
Wie gesagt, Wasser läuft nur dann, wenn am Rad gedreht wird. Das fördert nicht nur kooperatives Verhalten, es begrenzt auch die fließende Wassermenge. Die Funktion des Rades erschließt sich durch Ausprobieren, die untere Schale kann durch Kinder beklettert werden.

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Die Skulptur
Auf den Namensgeber des Marktplatzes trifft die BesucherIn in Gestalt einer künstlerisch gearbeiteten Bronzeskulptur an der Peripherie des Brunnens. Die Skulptur kann jederzeit später hinzugefügt werden, falls die Finanzierung zu Anfang nicht gesichert ist.

Die Bauausführung bei diesem Projekt müßte nach einer Ausschreibung ein Betrieb aus der Baubranche oder des Garten- und Landschaftsbaues übernehmen. Der Planer hätte die Aufgabe, mit seiner Bauleitung den Bau zu überwachen.



Download der Präsentation als pdf-Datei (1,9 MB)
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